Trockenpulvermörtel und seine Zusatzstoffe

Trockenpulvermörtel ist ein polymerbasierter Trockenmörtel oder vorgefertigter Trockenpulvermörtel. Er besteht hauptsächlich aus Zement und Gips. Je nach den Anforderungen an die Baufunktion werden Zuschlagstoffe und Additive im entsprechenden Verhältnis beigemischt. Dieser Mörtel lässt sich gleichmäßig mischen, in Säcken oder lose zur Baustelle transportieren und kann nach Zugabe von Wasser direkt verwendet werden.

Gängige Trockenpulvermörtelprodukte sind beispielsweise Trockenpulver-Fliesenkleber, Trockenpulver-Wandbeschichtung, Trockenpulver-Wandmörtel, Trockenpulver-Beton usw.

Trockenpulvermörtel besteht im Allgemeinen aus mindestens drei Komponenten: Bindemittel, Zuschlagstoffe und Mörtelzusätze.

Rohstoffzusammensetzung des Trockenpulvermörtels:

1. Mörtelbindemittel

(1) Anorganischer Klebstoff:
Zu den anorganischen Klebstoffen gehören Portlandzement, Aluminiumoxidzement, Spezialzement, Gips, Anhydrit usw.
(2) Organische Klebstoffe:
Organischer Klebstoff bezeichnet hauptsächlich redispergierbares Latexpulver. Dieses pulverförmige Polymer entsteht durch gezielte Sprühtrocknung (und die Auswahl geeigneter Additive) einer Polymeremulsion. Das trockene Polymerpulver bildet mit Wasser eine Emulsion. Durch erneute Trocknung können die Polymerpartikel im Zementmörtel eine Polymerstruktur ausbilden. Dieser Vorgang ähnelt der Polymeremulsion und trägt zur Modifizierung des Zementmörtels bei.
Je nach Mischungsverhältnis kann die Modifizierung von Trockenpulvermörtel mit redispergierbarem Polymerpulver die Haftfestigkeit mit verschiedenen Untergründen verbessern und die Flexibilität, Verformbarkeit, Biegefestigkeit und Verschleißfestigkeit des Mörtels, die Zähigkeit, Kohäsion und Dichte sowie das Wasserrückhaltevermögen und die Konstruktion verbessern.
Das redispergierbare Latexpulver für Trockenmörtel umfasst hauptsächlich folgende Typen: ① Styrol-Butadien-Copolymer; ② Styrol-Acrylsäure-Copolymer; ③ Vinylacetat-Copolymer; ④ Polyacrylat-Homopolymer; ⑤ Styrolacetat-Copolymer; ⑥ Vinylacetat-Ethylen-Copolymer.

2. Gesamtsumme:

Zuschlagstoffe werden in Grob- und Feinzuschlag unterteilt. Sie gehören zu den Hauptbestandteilen von Beton. Ihre Hauptfunktion besteht darin, als Gerüst zu dienen und die Volumenänderungen zu reduzieren, die durch das Schwinden und Quellen des Zements während des Abbinde- und Aushärtungsprozesses entstehen. Zudem werden sie als kostengünstiger Füllstoff für den Zement verwendet. Man unterscheidet zwischen natürlichen und künstlichen Zuschlagstoffen. Zu den natürlichen Zuschlagstoffen zählen beispielsweise Kies, Kieselsteine, Bimsstein und Natursand; zu den künstlichen Zuschlagstoffen gehören beispielsweise Schlacke, Hüttensand, Blähton und Blähperlit.

3. Mörtelzusätze

(1) Celluloseether:
Bei Trockenmörtel ist die Zugabemenge an Celluloseether sehr gering (im Allgemeinen 0,02%-0,7%), aber er kann die Eigenschaften von Nassmörtel deutlich verbessern und ist ein wichtiger Zusatzstoff, der die Baueigenschaften von Mörtel beeinflusst.
In Trockenpulvermörteln wird ionische Cellulose aufgrund ihrer Instabilität in Gegenwart von Calciumionen selten verwendet, insbesondere in Produkten, die Zement, gelöschten Kalk usw. als Bindemittel nutzen. Hydroxyethylcellulose findet zwar auch in einigen Trockenpulverprodukten Anwendung, jedoch nur in sehr geringem Umfang.
Bei den in Trockenpulvermörtel verwendeten Celluloseethern handelt es sich hauptsächlich um Hydroxyethylmethylcellulose (HEMC) und Hydroxypropylmethylcelluloseether (HPMC), die zusammenfassend als MC bezeichnet werden.
Eigenschaften des Mörtels: Haftung und Konstruktion sind zwei Faktoren, die sich gegenseitig beeinflussen; Wasserrückhaltung, um eine schnelle Verdunstung des Wassers zu vermeiden, damit die Dicke der Mörtelschicht deutlich reduziert werden kann.

(2) rissbeständige Faser
Die Beimischung von Fasern zu Mörtel als risshemmende Verstärkungsmaterialien ist keine Erfindung der Neuzeit. Schon in der Antike nutzten unsere Vorfahren Naturfasern als Verstärkungsmaterialien für anorganische Bindemittel. So mischten sie beispielsweise Pflanzenfasern mit Kalkmörtel für den Bau von Tempeln und Hallen, formten Buddha-Statuen aus Hanfseide und Lehm, errichteten Häuser aus Weizenstroh und gelbem Lehm, reparierten Feuerstellen mit Menschen- und Tierhaaren und verwendeten Zellstofffasern, Kalk und Gips zum Streichen von Wänden und zur Herstellung verschiedener Gipsprodukte. Die Zugabe von Fasern zu Zementbasismaterialien zur Herstellung faserverstärkter Zementverbundwerkstoffe ist jedoch erst in den letzten Jahrzehnten entstanden.
Zementprodukte, -bauteile und -gebäude weisen aufgrund der Mikrostruktur- und Volumenveränderung während des Aushärtungsprozesses zwangsläufig zahlreiche Mikrorisse auf. Diese dehnen sich durch Trocknungsschwindung, Temperaturänderungen und äußere Belastungen aus. Unter Einwirkung äußerer Kräfte wirken die Fasern der Mikrorissausbreitung entgegen. Durch ihre kreuzweise angeordneten, isotropen Fasern bauen sie Spannungen ab, verhindern deren weitere Ausbreitung und blockieren so die Rissbildung.
Durch die Zugabe von Fasern kann der Trockenmörtel hohe Qualität, hohe Leistungsfähigkeit, hohe Festigkeit, Rissbeständigkeit, Undurchlässigkeit, Berstfestigkeit, Schlagfestigkeit, Frost-Tau-Beständigkeit, Verschleißfestigkeit, Alterungsbeständigkeit und andere Eigenschaften aufweisen.

(3) Wasserreduktionsmittel
Fließmittel sind Betonzusatzmittel, die die benötigte Anmachwassermenge reduzieren, ohne die Konsistenz des Betons wesentlich zu verändern. Die meisten Fließmittel sind anionische Tenside wie Lignosulfonat, Naphthalinsulfonat, Formaldehydpolymer usw. Nach Zugabe zur Betonmischung dispergieren sie die Zementpartikel, verbessern die Verarbeitbarkeit, reduzieren den Wasserverbrauch und die Fließfähigkeit des Betons oder verringern den Zementverbrauch und sparen somit Zement.
Je nach Wasserreduktions- und Festigkeitsvermögen des Wasserreduktionsmittels wird es in gewöhnliche Wasserreduktionsmittel (auch als Weichmacher bekannt, Wasserreduktionsrate mindestens 8 %, z. B. Lignosulfonat), hocheffiziente Wasserreduktionsmittel (auch als Superplastifizierer bekannt, Wasserreduktionsrate mindestens 14 %, z. B. Naphthalin, Melamin, Sulfamat, aliphatische Kohlenwasserstoffe usw.) und Hochleistungswasserreduktionsmittel (Wasserreduktionsrate mindestens 25 %, z. B. Polycarbonsäuren, z. B. Superplastifizierer) unterteilt. Außerdem wird zwischen frühhärtenden, mittelhärtenden und verzögert härtenden Wasserreduktionsmitteln unterschieden.
Nach ihrer chemischen Zusammensetzung werden sie üblicherweise unterteilt in: Lignosulfonat-basierte, Naphthalin-basierte, Melamin-basierte, Sulfamat-basierte und Fettsäure-basierte Superplastifizierer. Wasserverbesserer und Polycarboxylat-basierte Superplastifizierer.
Die Anwendung von Wasserreduktionsmitteln in Trockenpulvermörteln hat folgende Anwendungsgebiete: Zementnivellierung, Gipsnivellierung, Putzmörtel, wasserdichter Mörtel, Spachtelmasse usw.
Die Wahl des Wasserreduktionsmittels sollte sich nach den unterschiedlichen Rohstoffen und den unterschiedlichen Eigenschaften des Mörtels richten.

(4) Stärkeäther
Stärkeether werden hauptsächlich in Baumörteln eingesetzt und beeinflussen die Konsistenz von Gips-, Zement- und Kalkmörteln sowie deren Verarbeitungs- und Standfestigkeit. Sie werden üblicherweise in Kombination mit unmodifizierten und modifizierten Celluloseethern verwendet. Stärkeether eignen sich sowohl für neutrale als auch für alkalische Systeme und sind mit den meisten Zusatzstoffen in Gips- und Zementprodukten (wie Tensiden, MC, Stärke, Polyvinylacetat und anderen wasserlöslichen Polymeren) kompatibel.
Die Eigenschaften von Stärkeether liegen hauptsächlich in der Verbesserung der Standfestigkeit, der Verbesserung der Konstruktion und der Erhöhung der Mörtelausbeute. Er wird hauptsächlich verwendet für: handgerührten oder maschinell gespritzten Mörtel auf Zement- und Gipsbasis, Dichtungsmasse und Klebstoff; Fliesenkleber; Mauerwerksmörtel.

Hinweis: Die übliche Dosierung von Stärkeether im Mörser beträgt 0,01-0,1%.

(5) Sonstige Zusatzstoffe:
Das Luftporenbildnermittel erzeugt während des Mischvorgangs des Mörtels eine große Anzahl gleichmäßig verteilter Mikrobläschen. Dies reduziert die Oberflächenspannung des Anmachwassers und führt somit zu einer besseren Dispersion sowie zu einer geringeren Entmischung des Mörtel-Beton-Gemisches. Als Zusatzstoffe werden hauptsächlich Natriumsulfonat und Natriumsulfat verwendet; die Dosierung beträgt 0,005–0,02 %.
Verzögerer werden hauptsächlich in Gipsmörteln und gipsbasierten Fugenfüllern verwendet. Es handelt sich dabei vorwiegend um Fruchtsäuresalze, die üblicherweise in einer Menge von 0,05 % bis 0,25 % zugesetzt werden.
Hydrophobe Mittel (wasserabweisende Substanzen) verhindern das Eindringen von Wasser in den Mörtel, während dieser für die Diffusion von Wasserdampf offen bleibt. Hauptsächlich werden redispergierbare hydrophobe Polymerpulver verwendet.
Entschäumer, um die beim Mischen und Verarbeiten des Mörtels eingeschlossenen und entstehenden Luftblasen zu lösen, die Druckfestigkeit und die Oberflächenbeschaffenheit zu verbessern; Dosierung 0,02-0,5%.


Veröffentlichungsdatum: 09.02.2023