Bei der Verwendung von Kittpulver treten häufig Probleme auf, deren Ursache uns unbekannt ist. Ich glaube, es gibt sieben typische Probleme, die bei Kittpulver häufig auftreten!
Erstens: Schnell handeln. Dies hängt hauptsächlich mit der Zugabe von Kalziumasche und der Wasserrückhalterate der Faser sowie mit der Trockenheit der Wand zusammen.
Zweitens: Abziehen und Aufrollen. Dies hängt mit der Wasserrückhalterate zusammen, die leicht auftritt, wenn die Viskosität der Zellulose niedrig ist oder die Zugabemenge gering ist.
Drittens: Pulverentfernung. Diese hängt von der Menge des zugesetzten Kalziumascheanteils sowie von Menge und Qualität der zugesetzten Cellulose ab. Sie spiegelt sich in der Wasserrückhalterate des Produkts wider. Ist die Wasserrückhalterate gering, ist die Hydratationszeit des Kalziumascheanteils unzureichend.
Viertens: Blasenbildung. Diese hängt mit der Trockenheitsfeuchtigkeit und der Ebenheit der Wand sowie mit der Bauweise zusammen.
Fünftens: Es bildet sich ein punktförmiger Riss. Dieser hängt mit der Cellulose zusammen, die nur geringe filmbildende Eigenschaften besitzt. Gleichzeitig reagieren die Verunreinigungen in der Cellulose leicht mit dem Calciumasche-Gehalt. Bei einer starken Reaktion nimmt das Kittpulver die Konsistenz von Tofu-Rückständen an. Es lässt sich nicht an die Wand auftragen und besitzt keine ausreichende Haftkraft. Dieses Phänomen tritt auch bei Produkten wie Carboxylgruppen auf, die an die Cellulose gebunden sind.
Sechstens: Es bilden sich vulkanische Höhlen und kleine Löcher. Dies hängt offensichtlich mit der Oberflächenspannung der wässrigen Hydroxypropylmethylcellulose-Lösung zusammen, während die Oberflächenspannung der wässrigen Hydroxyethyl-Lösung nicht eindeutig erkennbar ist. Eine Lichtbehandlung wäre empfehlenswert.
Siebentens: Nach dem Trocknen neigt die Kittmasse zu Rissen und vergilbt. Dies hängt mit der Zugabe einer großen Menge grauen Kalziums zusammen. Bei zu hoher Zugabe von grauem Kalzium erhöht sich die Härte des Kittpulvers nach dem Trocknen. Durch die hohe Härte und die fehlende Flexibilität bricht die Masse leicht, insbesondere unter äußerer Belastung. Dies ist auch auf den hohen Gehalt an Kalziumoxid im grauen Kalzium zurückzuführen.
1. Warum wird das Kittpulver nach Zugabe von Wasser dünner?
Celluloseether dient in der Kittmasse als Verdickungsmittel und Wasserrückhaltemittel. Aufgrund der Thixotropie der Cellulose selbst führt deren Zugabe zum Kittpulver nach dem Anrühren mit Wasser ebenfalls zu einer Thixotropie. Diese Thixotropie entsteht durch die Zerstörung der locker gebundenen Struktur der Komponenten im Kittpulver. Diese Struktur bildet sich im Ruhezustand und zerfällt unter Belastung. Das heißt, die Viskosität nimmt beim Rühren ab und erholt sich im Ruhezustand.
2. Woran liegt es, dass die Kittmasse beim Abkratzen relativ schwer ist?
In diesem Fall ist die Viskosität der üblicherweise verwendeten Zellulose zu hoch. Einige Hersteller verwenden 200.000 Zellulose für die Spachtelmasse. Die so hergestellte Spachtelmasse ist sehr zähflüssig und fühlt sich beim Abkratzen schwer an. Für Innenwände werden 3–5 kg Spachtelmasse mit einer Viskosität von 80.000–100.000 empfohlen.
3. Warum fühlt sich Kitt und Mörtel aus Zellulose mit gleicher Viskosität im Winter und im Sommer unterschiedlich an?
Aufgrund der thermischen Gelierung des Produkts nimmt dessen Viskosität mit steigender Temperatur allmählich ab. Wird die Gelierungstemperatur überschritten, fällt das Produkt aus dem Wasser aus und verliert seine Viskosität. Da die Raumtemperatur im Sommer üblicherweise über 30 Grad liegt und sich damit deutlich von den Wintertemperaturen unterscheidet, ist die Viskosität im Sommer geringer. Es empfiehlt sich daher, im Sommer ein Produkt mit höherer Viskosität zu wählen oder den Celluloseanteil zu erhöhen und ein Produkt mit höherer Gelierungstemperatur zu verwenden.
Veröffentlichungsdatum: 26. April 2024