Einfluss von Latexpulver und Zellulose auf die Eigenschaften von Trockenmörtel im Bauwesen

Zusatzmittel spielen eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Eigenschaften von Trockenmörtel. Im Folgenden werden die grundlegenden Eigenschaften von Latexpulver und Zellulose analysiert und verglichen sowie die Eigenschaften von Trockenmörtelprodukten unter Verwendung von Zusatzmitteln untersucht.

redispergierbares Latexpulver

redispergierbares LatexpulverDas Produkt wird durch Sprühtrocknung einer speziellen Polymeremulsion hergestellt. Das getrocknete Latexpulver besteht aus kugelförmigen Partikeln mit einem Durchmesser von 80–100 mm. Diese Partikel sind wasserlöslich und bilden eine stabile Dispersion, deren Partikel etwas größer sind als die der ursprünglichen Emulsion. Nach Dehydratisierung und Trocknung bildet sich ein Film.

Durch verschiedene Modifizierungsmaßnahmen erhält das redispergierbare Latexpulver unterschiedliche Eigenschaften wie Wasserbeständigkeit, Alkalibeständigkeit, Witterungsbeständigkeit und Flexibilität. Latexpulver im Mörtel verbessert dessen Schlagfestigkeit, Dauerhaftigkeit, Verschleißfestigkeit, Verarbeitungsfreundlichkeit, Haftfestigkeit und Kohäsion, Witterungsbeständigkeit, Frost-Tau-Beständigkeit, Wasserabweisung, Biegefestigkeit und Zugfestigkeit.

Celluloseether

Celluloseether ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von Produkten, die durch die Reaktion von Alkalicellulose mit Veretherungsmitteln unter bestimmten Bedingungen entstehen. Durch den Einsatz verschiedener Veretherungsmittel anstelle der Alkalicellulose lassen sich unterschiedliche Celluloseether gewinnen. Je nach Ionisierungseigenschaften der Substituenten werden Celluloseether in ionische (z. B. Carboxymethylcellulose) und nichtionische (z. B. Methylcellulose) unterteilt. Nach Art der Substituenten unterscheidet man zwischen Monoethern (z. B. Methylcellulose) und gemischten Ethern (z. B. Hydroxypropylmethylcellulose). Hinsichtlich ihrer Löslichkeit werden sie in wasserlösliche (z. B. Hydroxyethylcellulose) und in organischen Lösungsmitteln lösliche (z. B. Ethylcellulose) Ether unterteilt. Trockenmörtel besteht hauptsächlich aus wasserlöslicher Cellulose, die wiederum in sofort lösliche und oberflächenbehandelte, verzögert lösliche Typen unterteilt wird.

Der Wirkungsmechanismus von Celluloseether im Mörtel ist wie folgt:

(1) Nach demCelluloseetherIm Mörtel löst sich das Bindemittel in Wasser auf. Durch die Oberflächenaktivität wird eine effektive und gleichmäßige Verteilung des zementären Materials im System gewährleistet. Der Celluloseether „umhüllt“ als schützendes Kolloid die Feststoffpartikel und bildet auf deren Außenfläche eine Schmierfilmschicht. Dies macht das Mörtelsystem stabiler und verbessert zudem die Fließfähigkeit des Mörtels während des Mischvorgangs sowie die Glätte der Konstruktion.

(2) Aufgrund seiner eigenen Molekularstruktur verhindert die Celluloseetherlösung, dass das Wasser im Mörtel leicht verloren geht, und gibt es über einen längeren Zeitraum allmählich ab, wodurch der Mörtel eine gute Wasserrückhaltung und Verarbeitbarkeit erhält.

Holzfaser

Holzfasern werden aus Pflanzen als Hauptrohstoff hergestellt und mithilfe verschiedener Technologien verarbeitet. Ihre Eigenschaften unterscheiden sich von denen von Celluloseether. Die wichtigsten Eigenschaften sind:

(1) Unlöslich in Wasser und Lösungsmitteln sowie unlöslich in schwachen Säuren und schwachen Basen.

(2) Bei Anwendung im Mörtel bildet es im statischen Zustand eine dreidimensionale Überlappung, erhöht die Thixotropie und die Beständigkeit gegen Absacken des Mörtels und verbessert die Verarbeitbarkeit.

(3) Aufgrund ihrer dreidimensionalen Struktur weisen Holzfasern im Mischmörtel eine „Wasserbindungseigenschaft“ auf, wodurch das Wasser im Mörtel nicht so leicht aufgenommen oder entfernt wird. Sie besitzen jedoch nicht die hohe Wasserrückhaltefähigkeit von Celluloseether.

(4) Die gute Kapillarwirkung der Holzfasern hat die Funktion der „Wasserleitung“ im Mörtel, wodurch der Oberflächen- und Innenfeuchtegehalt des Mörtels tendenziell gleichmäßiger wird und somit Risse, die durch ungleichmäßiges Schwinden verursacht werden, reduziert werden.

(5) Holzfasern können die Verformungsspannungen des erhärteten Mörtels verringern und das Schwinden und die Rissbildung des Mörtels reduzieren.


Veröffentlichungsdatum: 25. April 2024