Bei der Zusammensetzung von Trockenpulvermörtel,CelluloseetherCelluloseether ist ein wichtiger Zusatzstoff, der bereits in geringen Mengen die Misch- und Verarbeitungseigenschaften von Mörtel deutlich verbessert. Vereinfacht gesagt, sind nahezu alle mit bloßem Auge erkennbaren Eigenschaften des Mörtels auf Celluloseether zurückzuführen. Es handelt sich um ein Cellulosederivat, das aus Holz- und Baumwollcellulose gewonnen wird. Diese wird mit Natronlauge umgesetzt und anschließend mit einem Veretherungsmittel verethert.
Arten von Celluloseethern
A. Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC), das hauptsächlich aus hochreiner, raffinierter Baumwolle als Rohmaterial hergestellt wird, wird unter alkalischen Bedingungen speziell verethert.
B. Hydroxyethylmethylcellulose (HEMC), ein nichtionischer Celluloseether, ist ein weißes Pulver, geruchlos und geschmacklos.
C. Hydroxyethylcellulose (HEC), ein nichtionisches Tensid, weiß, geruchlos, geschmacklos und ein leicht fließendes Pulver.
Bei den oben genannten Verbindungen handelt es sich um nichtionische Celluloseether und ionische Celluloseether (wie zum Beispiel Carboxymethylcellulose CMC).
Bei der Verwendung von Trockenpulvermörtel wird ionische Cellulose (CMC) aufgrund ihrer Instabilität in Gegenwart von Calciumionen selten in anorganischen Gelsystemen mit Zement und gelöschtem Kalk als Bindemittel eingesetzt. In einigen Regionen Chinas wird CMC in Wandspachtelmassen, die mit modifizierter Stärke als Hauptbindemittel und Shuangfei-Pulver als Füllstoff hergestellt werden, als Verdickungsmittel verwendet. Da dieses Produkt jedoch schimmelanfällig und nicht wasserbeständig ist, wird es zunehmend vom Markt verdrängt. Derzeit wird in China hauptsächlich HPMC als Celluloseether verwendet.
Celluloseether wird hauptsächlich als Wasserrückhaltemittel und Verdickungsmittel in zementgebundenen Baustoffen verwendet.
Seine Wasserspeicherfunktion verhindert, dass der Untergrund zu viel Wasser aufnimmt und hemmt die Verdunstung, sodass dem Zement während der Hydratation ausreichend Wasser zur Verfügung steht. Nehmen wir das Verputzen als Beispiel. Wird herkömmlicher Zementschlamm auf den Untergrund aufgetragen, saugt der trockene und poröse Untergrund schnell viel Wasser aus dem Schlamm auf. Die Zementschlammschicht nahe der Grundierung verliert dadurch leicht das für die Hydratation benötigte Wasser. So kann sich nicht nur kein haftfestes Zementgel auf der Oberfläche bilden, sondern es kommt auch zu Verformungen und Wassereintritt, wodurch die Zementschlammschicht leicht abfällt. Bei dünn aufgetragenem Fugenmörtel entstehen zudem leicht Risse. Daher wurde beim Verputzen früher der Untergrund üblicherweise zunächst mit Wasser befeuchtet. Dieses Verfahren ist jedoch nicht nur arbeits- und zeitaufwendig, sondern die Qualität des Ergebnisses lässt sich auch nur schwer kontrollieren.
Generell lässt sich sagen, dass die Wasserrückhaltung von Zementschlämmen mit steigendem Celluloseethergehalt zunimmt. Je höher die Viskosität des zugesetzten Celluloseethers ist, desto besser ist die Wasserrückhaltung.
Neben der Wasserspeicherung und Verdickung beeinflusst Celluloseether auch weitere Eigenschaften von Zementmörtel, wie z. B. die Verzögerung des Abbindeprozesses, die Luftporenbildung und die Erhöhung der Haftfestigkeit. Celluloseether verlangsamt den Abbinde- und Aushärtungsprozess des Zements und verlängert somit die Verarbeitungszeit. Daher wird er mitunter als Koagulationsmittel eingesetzt.
Mit der Entwicklung von Trockenmörtel,CelluloseetherCelluloseether hat sich zu einem wichtigen Zusatzmittel für Zementmörtel entwickelt. Allerdings gibt es viele Varianten und Spezifikationen von Celluloseether, und die Qualität schwankt von Charge zu Charge.
Veröffentlichungsdatum: 25. April 2024