1. Häufige Probleme bei Kittpulver
Die schnelle Trocknung ist hauptsächlich auf die Menge des zugesetzten Kalziumaschepulvers zurückzuführen (ist diese zu groß, kann die Menge des in der Kittrezeptur verwendeten Kalziumaschepulvers entsprechend reduziert werden), hängt mit der Wasserrückhalterate der Faser zusammen und steht auch in Zusammenhang mit der Trockenheit der Wand.
Das Abschälen und Einrollen hängt mit der Wasserretentionsrate zusammen und tritt leicht auf, wenn die Viskosität der Cellulose niedrig ist oder die Zugabemenge gering ist.
Die Pulverentfernung des Innenwandspachtelpulvers hängt mit der Menge des zugesetzten Calciumaschepulvers zusammen (ist die Menge in der Spachtelmasse zu gering oder die Reinheit des Calciumaschepulvers zu niedrig, sollte die Menge entsprechend erhöht werden). Gleichzeitig spielt auch die Menge und Qualität der Cellulose eine Rolle, was sich in der Wasserrückhaltefähigkeit des Produkts widerspiegelt. Eine geringe Wasserrückhaltefähigkeit ist darauf zurückzuführen, dass das Calciumaschepulver nicht vollständig in Calciumhydroxid umgewandelt wurde.
Die Schaumbildung hängt mit der Trockenfeuchtigkeit und der Ebenheit der Wand sowie mit der Bauweise zusammen.
Das Auftreten punktförmiger Unebenheiten hängt mit der Cellulose zusammen, die nur geringe filmbildende Eigenschaften besitzt. Gleichzeitig reagieren Verunreinigungen in der Cellulose leicht mit Calciumasche. Bei einer starken Reaktion nimmt das Kittpulver die Konsistenz von Tofu-Rückständen an. Es lässt sich nicht an die Wand auftragen und weist zudem keine Haftkraft auf. Dieses Phänomen tritt auch bei Produkten wie Carboxymethylcellulose auf.
Es bilden sich Krater und Poren. Dies hängt offensichtlich mit der Oberflächenspannung des Wassers in der wässrigen Hydroxypropylmethylcellulose-Lösung zusammen. Die Grundwasserspannung der wässrigen Hydroxyethyl-Lösung ist nicht eindeutig. Eine Nachbehandlung wäre unbedenklich.
Nach dem Trocknen neigt die Kittmasse zu Rissen und verfärbt sich gelb. Dies hängt mit dem Zusatz einer großen Menge an Asche-Kalzium-Pulver zusammen. Bei zu hoher Zugabemenge erhöht sich die Härte der Kittmasse nach dem Trocknen. Ist die Kittmasse nicht flexibel genug, reißt sie leicht, insbesondere unter äußerer Belastung. Dies ist auch auf den hohen Gehalt an Kalziumoxid im Asche-Kalzium-Pulver zurückzuführen.
2. Warum wird das Kittpulver nach Zugabe von Wasser dünner?
Cellulose dient in der Kittmasse als Verdickungsmittel und Wasserbindungsmittel. Aufgrund der Thixotropie der Cellulose selbst führt deren Zugabe zum Kittpulver nach dem Anrühren mit Wasser ebenfalls zu einer Thixotropie. Diese Thixotropie entsteht durch die Zerstörung der locker gebundenen Struktur der Komponenten im Kittpulver. Diese Struktur bildet sich im Ruhezustand und zerfällt unter Belastung. Das heißt, die Viskosität nimmt beim Rühren ab und erholt sich im Ruhezustand.
3. Woran liegt es, dass die Kittmasse beim Abkratzen relativ schwer ist?
In diesem Fall ist die Viskosität der üblicherweise verwendeten Zellulose zu hoch. Einige Hersteller verwenden 200.000 Zellulose für die Spachtelmasse. Die so hergestellte Spachtelmasse ist sehr zähflüssig und fühlt sich beim Abkratzen schwer an. Für Innenwände werden 3–5 kg Spachtelmasse mit einer Viskosität von 80.000–100.000 empfohlen.
4. Warum fühlt sich Zellulose mit gleicher Viskosität im Winter und im Sommer unterschiedlich an?
Aufgrund der thermischen Gelierung des Produkts nimmt die Viskosität von Spachtelmasse und Mörtel mit steigender Temperatur allmählich ab. Wird die Gelierungstemperatur des Produkts überschritten, fällt es aus dem Wasser aus und verliert seine Viskosität. Die Raumtemperatur liegt im Sommer üblicherweise über 30 Grad Celsius und unterscheidet sich damit deutlich von der Wintertemperatur, wodurch die Viskosität geringer ist. Es empfiehlt sich daher, im Sommer ein Produkt mit höherer Viskosität zu verwenden oder den Celluloseanteil zu erhöhen und ein Produkt mit höherer Gelierungstemperatur zu wählen. Methylcellulose sollte im Sommer möglichst vermieden werden. Die Gelierungstemperatur liegt bei etwa 55 Grad Celsius; bei etwas höheren Temperaturen wird die Viskosität stark beeinträchtigt.
Veröffentlichungsdatum: 04. Mai 2023