Um das Eindringen von Feuchtigkeit in die Wand zu verhindern, wird eine spezielle Hydroxypropylmethylcellulose verwendet. Dadurch kann genau die richtige Menge Feuchtigkeit im Mörtelzement verbleiben, was zu guten Wassereigenschaften führt. Die Rolle der Hydroxypropylmethylcellulose im Mörtel ist proportional zur Viskosität; je höher die Viskosität der Hydroxypropylmethylcellulose ist, desto besser ist die Wasserrückhaltung.
Ist der Feuchtigkeitsgehalt von Hydroxypropylmethylcellulose zu hoch, nimmt deren Wasserspeicherfähigkeit ab, was sich direkt auf die Verarbeitungseffizienz auswirkt. Wir wissen auch, dass Fehler leichter passieren können; daher sollten wir stets unvoreingenommen vorgehen, um unerwartete Ergebnisse zu erzielen.
Die scheinbare Viskosität ist ein wichtiger Kennwert für Hydroxypropylmethylcellulose. Gängige Messmethoden sind die Rotationsviskositätsmessung, die Kapillarviskositätsmessung und die Fallviskositätsmessung.
Bisher wurde Hydroxypropylmethylcellulose mittels Kapillarviskositätsmessung mit einem Uhnscher-Viskosimeter bestimmt. Die Messlösung ist üblicherweise eine wässrige Lösung von 2, und die Formel lautet: V = Kdt. V ist die Viskosität in Sekunden, K die Viskositätskonstante des Viskosimeters, D die Dichte bei konstanter Temperatur und T die Zeit in Sekunden, die die Flüssigkeit benötigt, um im Viskosimeter vom oberen zum unteren Rand zu gelangen. Diese Methode ist jedoch komplizierter und kann bei Vorhandensein unlöslicher Bestandteile leicht zu Fehlern führen. Zudem ist es schwierig, die Qualität der Hydroxypropylmethylcellulose genau zu bestimmen.
Die Schichtung von Baukleber stellt ein häufiges Problem für Kunden dar. Zunächst muss die Qualität der Rohstoffe berücksichtigt werden. Hauptursache für die Schichtung ist die Inkompatibilität zwischen Polyvinylalkohol (PVA) und Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC). Eine weitere Ursache ist eine zu kurze Mischzeit. Zudem ist die Verdickungsleistung des Bauklebers unzureichend.
Für Bauleime muss Instant-Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) verwendet werden, da HPMC in Wasser nur dispergiert ist und sich nicht vollständig auflöst. Nach etwa zwei Minuten steigt die Viskosität der Flüssigkeit langsam an und bildet ein transparentes, viskoses Kolloid.
Heißlösliche Produkte lassen sich in kaltem Wasser schnell dispergieren und lösen sich in heißem Wasser auf. Beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur nimmt die Viskosität langsam zu, bis sich ein transparentes, viskoses Kolloid bildet. Die empfohlene Zugabemenge an Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) im Baukleber beträgt 2–4 kg.
Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) zeichnet sich in Bauklebern durch gute chemische Stabilität, Schimmelresistenz und Wasserrückhaltefähigkeit aus und ist pH-unempfindlich. Viskositäten zwischen 100.000 S und 200.000 S sind geeignet. In der Praxis gilt jedoch nicht: Je höher die Viskosität, desto besser. Viskosität und Klebkraft verhalten sich umgekehrt proportional, d. h. je höher die Viskosität, desto geringer die Festigkeit. Im Allgemeinen ist eine Viskosität von 100.000 S optimal.
Veröffentlichungsdatum: 16. September 2022