1. Gegenstand und Anwendungsbereich
Dieses Verfahren legt die Geräte und Arbeitsschritte zur Bestimmung der Fließfähigkeit von Zementmörtel fest.
Dieses Verfahren eignet sich zur Bestimmung der Fließfähigkeit von Mörtel aus Portlandzement mit Vulkanasche, Portlandzement-Kompositzement, mit Vulkanasche gemischtem Portlandzement, Portlandzement mit Hüttensand und anderen Zementarten, für die dieses Verfahren vorgesehen ist.
2. Referenzstandards
GB177 Prüfverfahren für die Festigkeit von Zementmörtel
GB178 Normsand für Zementfestigkeitsprüfung
JBW 01-1-1 Standardprobe zur Bestimmung der Fließfähigkeit von Zementmörtel
3. Die Methode zur Bestimmung der Wasserreduktionsrate von Mörtel ist wie folgt:
3.1 Instrumente und Ausrüstung
A. Mörtelmischer;
B. Sprungtisch (eine 5 mm dicke Glasplatte muss hinzugefügt werden);
C. Zylindrischer Stampfstab: aus Metall, Durchmesser 20 mm, Länge etwa 185 mm;
D. Kegelstumpf-Kreisform und Formdeckel: Kegelstumpf-Kreisformgröße, Höhe 60±0,5 mm, oberer Durchmesser φ 70±0,5 mm, unterer Durchmesser 100±0,5 mm, der Formdeckel muss zur Kegelstumpf-Kreisform passen, Kegelstumpf-Kreisform und Formdeckel sind aus Metall gefertigt;
E. Lineal (Messbereich 300 mm) oder Messschieber mit einem Messbereich von 300 mm;
F. Spatel.
G. Arzneimittelwaage (Wiegen 1000 g, Erfassung 1 g).
3.2. Testverfahren
3.2.1 Den Wasserverbrauch des Referenzmörtels messen
A. 300 g Zement und 750 g Normsand abwiegen und in einen Mischtopf geben. Den Mischer einschalten, nach 5 Sekunden langsam Wasser hinzufügen und die Mischung innerhalb von 30 Sekunden einrühren. Nach dem Einschalten des Mischers 3 Minuten lang nicht mehr rühren. Den Mörtel von den Rührflügeln abkratzen und den Rührtopf entnehmen.
B. Während des Anmischens des Mörtels wischen Sie gleichzeitig den Sprungtisch, den Stampfstab, die ausgeschnittene Kegelform und die Formabdeckung für die Innenwand mit einem feuchten Tuch ab und legen diese in die Mitte der Glasplatte. Anschließend decken Sie sie mit einem feuchten Tuch ab.
C. Der angemischte Mörtel wird zügig in zwei Schichten in die Form gegeben. Die erste Schicht wird bis etwa zwei Drittel der Formhöhe eingefüllt und mit dem Stampfstab gleichmäßig von Rand zu Mitte fünfzehnmal verdichtet. Anschließend wird die zweite Mörtelschicht eingefüllt, bis sie etwa zwei Zentimeter über den Rand der runden Form hinausragt. Auch hier wird der Stampfstab fünfzehnmal verdichtet. Beim Einfüllen und Verdichten des Mörtels muss die Form von Hand festgedrückt werden, um ein Verrutschen zu verhindern.
D. Nach dem Verdichten den Formdeckel abnehmen, den überstehenden Mörtel mit einem Spachtel abkratzen und glattstreichen. Anschließend die Form vorsichtig senkrecht nach oben heben. Durch ruckartiges Drehen der Kurbel den Springtisch dreißig Mal im Abstand von einer Sekunde bewegen.
E. Nach dem Verrühren wird der Diffusionsdurchmesser des Mörtelbodens mit einem Messschieber gemessen. Der Mittelwert zweier zueinander senkrechter Durchmesser ergibt die Diffusion des Mörtels bei Wasserzugabe (in mm). Bei einer Referenzdiffusivität des Mörtels von 140 ± 5 mm entspricht der Wasserverbrauch dem Wasserverbrauch bei Referenzdiffusivität des Mörtels.
3.2.2 Nach Methode 3.2.1 wurde ein Wasserverbrauch von 140±5 mm für Mörtel mit Wasserreduktionsmittel ermittelt.
3.3. Die Wasserreduktionsrate des behandelten Mörtels wird wie folgt berechnet:
Wasserreduktionsgrad des Mörtels (%) = (W0-W1)/ W0 ×100
Wobei w0 — Wasserverbrauch (g) bei einer Diffusion des Referenzmörtels von 140±5 mm;
W1 — Wasserverbrauch (g), wenn die Diffusion des Mörtels mit Wasserreduktionsmittel 140±5mm beträgt.
Der Wert der Wasserreduktionsrate ist der arithmetische Mittelwert aus drei Stichproben.
Veröffentlichungsdatum: 25. April 2024