1. Erdölindustrie
NatriumcarboxymethylcelluloseNatriumcarboxymethylhydroxypropylcellulose (NACMHPC) und Natriumcarboxymethylhydroxyethylcellulose (NACMHEC) werden hauptsächlich in der Erdölförderung eingesetzt und dienen der Herstellung von Bohrspülungen, um die Viskosität zu erhöhen und den Wasserverlust zu reduzieren. Sie sind beständig gegen verschiedene lösliche Salze und steigern die Erdölausbeute. NACMHPC und NACMHEC sind hervorragende Zusatzstoffe für Bohrspülungen und eignen sich zur Herstellung von Komplettierungsflüssigkeiten. Sie zeichnen sich durch hohe Schlämmbarkeit, Salzbeständigkeit, gute Kalziumbeständigkeit, Viskositätserhöhung und Temperaturbeständigkeit (bis 160 °C) aus. NACMHPC und NACMHEC sind geeignete Additive zur Steigerung der Erdölproduktion. Sie eignen sich für die Herstellung von Bohrspülungen für Süßwasser, Meerwasser und gesättigtes Salzwasser. Unter dem Gewicht von Calciumchlorid lassen sich Bohrspülungen mit unterschiedlichen Dichten (103–127 g/cm³) formulieren. NACMHPC und NACMHEC weisen eine bestimmte Viskosität und einen geringen Flüssigkeitsverlust auf. Ihre Viskositätserhöhung und Flüssigkeitsverlustreduzierung sind besser als die von Hydroxyethylcellulose.
Natriumcarboxymethylcellulose ist ein Cellulosederivat, das in der Erdölförderung weit verbreitet ist. Es wird in Bohrflüssigkeiten, Zementierflüssigkeiten und Fracking-Flüssigkeiten eingesetzt und trägt insbesondere in Bohrflüssigkeiten zur Verbesserung der Erdölgewinnung bei. Seine Hauptfunktion besteht in der Reduzierung von Flüssigkeitsverlusten und der Erhöhung der Viskosität. Hydroxyethylcellulose (HEC) dient als Verdickungs- und Stabilisierungsmittel für Bohrschlamm beim Bohren, der Bohrlochfertigstellung und der Zementierung. Im Vergleich zu Natriumcarboxymethylcellulose und Guarkernmehl zeichnet sich Hydroxyethylcellulose durch eine gute Verdickungswirkung, starke Sandsuspension, hohe Salzkapazität, gute Hitzebeständigkeit, geringen Mischwiderstand, geringere Flüssigkeitsverluste und geringe Gelbildung sowie niedrige Rückstandsbildung aus und findet daher breite Anwendung.
2. Bauwesen, Farbenindustrie
Natriumcarboxymethylcellulose kann als Verzögerer, Wasserspeichermittel, Verdickungsmittel und Bindemittel für Mauerwerks- und Putzmörtelzusätze verwendet werden und dient als Gips-, Mörtel- und Ausgleichsmasse für Gips- und Zementuntergründe. Sie wird als Dispergiermittel, Wasserspeichermittel und Verdickungsmittel eingesetzt. Ein spezieller Mauerwerks- und Putzmörtelzusatz auf Basis von Carboxymethylcellulose verbessert die Verarbeitbarkeit, das Wasserrückhaltevermögen und die Rissbeständigkeit des Mörtels und beugt Rissen und Hohlräumen in Mauerwerkswänden vor. Cao Mingqian und andere haben aus Methylcellulose ein umweltfreundliches Oberflächengestaltungsmaterial entwickelt. Der Herstellungsprozess ist einfach und sauber. Es eignet sich für hochwertige Wand- und Steinfliesenoberflächen sowie für die Oberflächengestaltung von Säulen und Denkmälern.
3. Tägliche chemische Industrie
Das stabilisierende Viskositätsmittel Natriumcarboxymethylcellulose dient der Dispersions- und Suspensionsstabilisierung in Pastenprodukten aus festen Pulverrohstoffen und wirkt in flüssigen oder emulsionsbasierten Kosmetika als Verdickungsmittel, Dispergiermittel und Homogenisator. Es kann als Stabilisator und Haftvermittler eingesetzt werden. Emulsionsstabilisatoren werden als Emulgatoren, Verdickungsmittel und Stabilisatoren für Salben und Shampoos verwendet. Natriumcarboxymethylhydroxypropylcellulose eignet sich als Stabilisator für Zahnpastatuben. Dank seiner guten thixotropen Eigenschaften weist Zahnpasta eine gute Formbarkeit, lange Lagerfähigkeit ohne Verformung sowie einen gleichmäßigen und feinen Geschmack auf. Natriumcarboxymethylhydroxypropylcellulose besitzt eine überlegene Salz- und Säurebeständigkeit und ist in ihrer Wirkung Carboxymethylcellulose deutlich überlegen. Sie kann als Verdickungsmittel in Waschmitteln und als Fleckenentferner eingesetzt werden. Natriumcarboxymethylcellulose wird bei der Herstellung von Waschmitteln als Dispersionsmittel und Verdickungsmittel eingesetzt. Sie dient im Allgemeinen als Schmutzdispersionsmittel für Waschpulver sowie als Verdickungsmittel und Dispergiermittel für Flüssigwaschmittel.
4. Medizin, Lebensmittelindustrie
In der pharmazeutischen IndustrieHydroxypropylcarboxymethylcellulose (HPMC)Carboxymethylcellulose (CMC) kann als pharmazeutischer Hilfsstoff, insbesondere in oralen Darreichungsformen mit kontrollierter und verzögerter Wirkstofffreisetzung, eingesetzt werden. Sie dient außerdem als Retardierungsmedium zur Regulierung der Wirkstofffreisetzung und als Überzugsmaterial zur Verzögerung der Freisetzung. Beispiele hierfür sind Retardformulierungen, Pellets und Kapseln mit verlängerter Wirkstofffreisetzung. Am häufigsten werden Methylcarboxymethylcellulose (MC) und Ethylcarboxymethylcellulose (ECMC) verwendet, die zur Herstellung von Tabletten und Kapseln oder zum Überziehen von zuckerüberzogenen Tabletten eingesetzt werden. Hochwertige Celluloseether finden Anwendung in der Lebensmittelindustrie und dienen als Verdickungsmittel, Stabilisatoren, Hilfsstoffe, Wasserbindungsmittel und mechanische Schaumbildner in verschiedenen Lebensmitteln. Methylcellulose und Hydroxypropylmethylcellulose gelten als physiologisch unbedenkliche und metabolisch inerte Substanzen. Hochreine Carboxymethylcellulose (CMC) mit einem Reinheitsgrad von über 99,5 % kann Lebensmitteln wie Milch- und Sahneerzeugnissen, Würzmitteln, Konfitüren, Gelees, Konserven, Sirup und Getränken zugesetzt werden. Carboxymethylcellulose mit einem Reinheitsgrad von über 90 % eignet sich für Anwendungen im Lebensmittelbereich, beispielsweise für den Transport und die Lagerung von frischem Obst. Diese Art von Frischhaltefolie zeichnet sich durch gute Frischeerhaltung, geringe Umweltbelastung, Unempfindlichkeit gegenüber Beschädigungen und einfache maschinelle Herstellung aus.
5. Optische und elektrische Funktionsmaterialien
Der Elektrolytverdickungsstabilisator zeichnet sich durch hohe Reinheit des Celluloseethers, gute Säure- und Salzbeständigkeit sowie insbesondere einen geringen Eisen- und Schwermetallgehalt aus. Dadurch ist das Kolloid sehr stabil und eignet sich für Alkali- und Zink-Mangan-Batterien. Viele Celluloseether weisen thermotrope Flüssigkristallinität auf. Hydroxypropylcelluloseacetat bildet unterhalb von 164 °C thermotrope cholesterische Flüssigkristalle.
Veröffentlichungsdatum: 26. April 2024