Sofort/Langsam löslicher Celluloseether (Oberflächenbehandlung)

Celluloseether-Klassifizierung

Celluloseether ist ein Oberbegriff für eine Reihe von Produkten, die durch die Reaktion von Alkalicellulose mit einem Veretherungsmittel unter bestimmten Bedingungen entstehen. Werden anstelle der Alkalicellulose verschiedene Veretherungsmittel verwendet, erhält man unterschiedliche Celluloseether.

Nach den Ionisierungseigenschaften der Substituenten lassen sich Celluloseether in zwei Kategorien einteilen: ionische (wie Carboxymethylcellulose) und nichtionische (wie Methylcellulose).

Je nach Art des Substituenten lassen sich Celluloseether in Monoether (wie Methylcellulose) und gemischte Ether (wie Hydroxypropylmethylcellulose) unterteilen.

Nach der unterschiedlichen Löslichkeit kann man zwischen wasserlöslichen (wie z. B. Hydroxyethylcellulose) und in organischen Lösungsmitteln löslichen (wie z. B. Ethylcellulose) Substanzen unterscheiden.

 

Wasserlösliche Celluloseether, die in Trockenmörteln verwendet werden, werden in sofortlösliche und oberflächenbehandelte verzögert lösliche Celluloseether unterteilt.

Wo liegen die Unterschiede? Und wie lässt es sich problemlos in eine 2%ige wässrige Lösung für Viskositätsmessungen überführen?

Was ist Oberflächenbehandlung?

Auswirkung auf Celluloseether?

 

Erste

Bei der Oberflächenbehandlung handelt es sich um ein Verfahren zur künstlichen Erzeugung einer Oberflächenschicht auf der Oberfläche eines Grundmaterials, deren mechanische, physikalische und chemische Eigenschaften sich von denen des Grundmaterials unterscheiden.

Ziel der Oberflächenbehandlung von Celluloseether ist es, die Zeit bis zur Vermischung von Celluloseether mit Wasser zu verzögern, um den Anforderungen an eine langsame Verdickung bei einigen Anstrichmörteln gerecht zu werden, und außerdem die Korrosionsbeständigkeit von Celluloseether zu erhöhen und die Lagerstabilität zu verbessern.

 

Der Unterschied, wenn kaltes Wasser mit einer 2%igen wässrigen Lösung versetzt wird:

Der oberflächenbehandelte Celluloseether dispergiert schnell in kaltem Wasser und neigt aufgrund seiner langsamen Viskosität nicht zur Agglomeration;

Celluloseether ohne Oberflächenbehandlung wird aufgrund seiner hohen Viskosität bereits vor vollständiger Dispergierung in kaltem Wasser zähflüssig und neigt zur Agglomeration.

 

Wie konfiguriert man den nicht oberflächenbehandelten Celluloseether?

 

1. Zuerst wird eine bestimmte Menge unbehandelter Celluloseether hinzugegeben;

2. Anschließend heißes Wasser mit einer Temperatur von etwa 80 Grad Celsius hinzufügen, und zwar ein Drittel des benötigten Wasservolumens, damit es vollständig quellen und sich verteilen kann.

3. Gießen Sie nun langsam kaltes Wasser hinzu, dessen Gewicht zwei Drittel der benötigten restlichen Wassermenge beträgt. Rühren Sie dabei ständig um, bis die Masse langsam klebrig wird und keine Klumpen entstehen.

4. Abschließend wird das Material unter der Bedingung gleichen Gewichts in ein Wasserbad mit konstanter Temperatur gegeben, bis die Temperatur auf 20 Grad Celsius gesunken ist. Anschließend kann der Viskositätstest durchgeführt werden!


Veröffentlichungsdatum: 02.02.2023