Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) ist in absolutem Ethanol und Aceton nahezu unlöslich. Die wässrige Lösung ist bei Raumtemperatur sehr stabil und geliert bei hohen Temperaturen. Die meisten im Handel erhältlichen HPMC-Produkte sind Instant-Lösungen für kaltes Wasser (Wasser bei Raumtemperatur oder Leitungswasser). Diese Instant-HPMC-Produkte sind in der Anwendung bequemer und sicherer. HPMC wird nach zehn bis neunzig Minuten Einwirkzeit direkt in kaltes Wasser gegeben, um allmählich einzudicken. Bei speziellen Produkten muss die Lösung zunächst in heißem Wasser dispergiert und anschließend nach dem Abkühlen in kaltem Wasser gelöst werden.
Bei direkter Zugabe zu Wasser flocken die HPMC-Produkte aus und lösen sich anschließend wieder auf. Dieser Auflösungsprozess verläuft jedoch sehr langsam und ist schwierig. Daher werden die folgenden drei Auflösungsmethoden empfohlen. Anwender können je nach Anwendungsfall (insbesondere bei Instant-HPMC in kaltem Wasser) die für sie geeignetste Methode auswählen.
Auflösungsmethode und Vorsichtsmaßnahmen für HPMC
1. Kaltwassermethode: Wenn das Präparat direkt einer wässrigen Lösung bei normaler Temperatur zugesetzt werden soll, empfiehlt sich die Kaltwasserdispersion. Nach der Zugabe erhöht sich die Viskosität allmählich bis zur gewünschten Konsistenz.
2. Pulvermischverfahren: HPMC-Pulver und die gleiche oder eine größere Menge anderer pulverförmiger Komponenten werden durch Trockenmischen vollständig dispergiert. Nach Zugabe von Wasser löst sich das HPMC vollständig auf und agglomeriert nicht mehr. Im Prinzip kann jede Art von Hydroxypropylmethylcellulose direkt mit anderen Materialien trocken gemischt werden.
3. Benetzungsmethode mit organischen Lösungsmitteln: HPMC wird mit organischen Lösungsmitteln wie Ethanol, Ethylenglykol oder Öl vordispergiert oder benetzt und anschließend in Wasser gelöst. HPMC kann auch so problemlos gelöst werden.
Während des Auflösungsprozesses kann es bei Agglomeration zu Verklumpungen kommen. Dies ist auf ungleichmäßiges Rühren zurückzuführen, daher muss die Rührgeschwindigkeit erhöht werden. Bilden sich Blasen in der Lösung, so sind diese auf Lufteinschlüsse durch ungleichmäßiges Rühren zurückzuführen. Die Lösung kann 2–12 Stunden stehen gelassen werden (die genaue Zeit hängt von der Konsistenz der Lösung ab). Alternativ können Vakuumieren, Druckbeaufschlagung oder andere Methoden zur Blasenentfernung eingesetzt werden. Auch die Zugabe einer geeigneten Menge Entschäumer kann dieses Problem beheben.
Da Hydroxypropylmethylcellulose in verschiedenen Industriezweigen Anwendung findet, ist die korrekte Anwendung und das Verständnis der Auflösungsmethode von großer Bedeutung. Anwender sollten zudem darauf achten, das Produkt während der Anwendung vor Sonne, Regen und Feuchtigkeit zu schützen, direktes Licht zu vermeiden und es an einem verschlossenen, trockenen Ort zu lagern. Kontakt mit Zündquellen und die Bildung großer Staubmengen in geschlossenen Räumen sind zu vermeiden, um Explosionsgefahren vorzubeugen.
Veröffentlichungsdatum: 20. Juni 2023